Der Aufstieg vom Ankunftsbahnhof (Möllbrücke, an der Bahnstrecke Spittal-Millstättersee – Lienz) ist ziemlich mühsam und eintönig und die Idylle mindestens zwei Stunden lang vom Verkehrslärm des Tales beeinträchtigt ist. Jedoch einmal oben kann man schnell die Hektik unten vergessen.
Nach vier stunden und 1400 Höhenmetern erreicht man die kleine und gemütliche Salzkofelhütte am Fuße des 2500 meter hohen Salzkofel.
Nach einer kleinen rast mit einer halben Radler geht es, den schweren Rucksack bei der Hütte zurücklassend, noch auf den Gipfel. Ohne Rucksack fühlt man sich so leicht, so dass es mit schnellen Schritten hinauf geht, um oben den späten Nachmittag zu verbringen. Immer wieder ziehen zwar dunklere Wolken auf und einmal fallen sogar ein paar Tropfen, jedoch kann sich die Sonne durchsetzen, so dass fast 2 stunden oben möglich sind. Zurück bei der Hütte haben sich inzwischen mehrere Wanderer eingefunden, die auch hier übernachten wollen. Es wird ein netter Abend und da alle morgen früh aufbrechen wollen, legen sich bereits um neun alle Gäste zum Schlafen.
Kurz vor sieben am nächsten Morgen beginnt der Aufbruch, um früh genug bei der nächsten Hütte, der Feldner Hütte, zu sein, die bereits auf 2182 Meter liegt, weil dann von dort noch der Aufstieg au den Hauptgipfel, das Kreuzeck mit 2701 Metern möglich ist.
Auf dem Weg zur nächsten Hütte sind zwei anstrengende Scharten zu überwinden, eine davon mit einer kurzen, nicht ganz ungefährlichen Stelle, die jedoch mit einem Seil gesichert ist. Auch bei zügigem Tempo sind 4,5 Stunden reine Gehzeit notwendig. Auf der zweiten Scharte, der sog. Annaruhe, ist eine gute Stunde Pause möglich. Nach einer ausgiebigen Stärkung genießt man die Ruhe, die Wärme und den Fernblick. Die restlichen zwei Stunden geht es einen idyllischen Höhenweg über Hochalmen ohne besondere Steigungen bis zur zweiten Hütte. Dort empfängt einen der Hüttenwirt mit einem Stamperl Schnaps. Dazu dann noch ein Radler, so dass man sich dann, ohne Rucksack, beschwingt zum knapp einstündigen Aufstieg auf den Gipfel aufmachen kann. Oben ziehen zwar immer wieder Wolken herum, aber trotzdem ist der Wind mild und eineinhalb Stunden Aufenthalt oben sind möglich.
Wieder bei der Hütte, findet man auch die Anderen gut angekommen wieder. Im nahegelegenen kleinen Gebirgssee, erfrischt man sich mit einem sprung ins kalte Wasser. Zum Glück lässt sich auch die Sonne wieder rechtzeitig blicken. Ein paar Andere stehen auch am See und zögern zuerst, vor allem die Damen, aber schließlich wagen sie es doch auch, splitternackt unterzutauchen. 
Die Hütte wurde überraschend voll, und der Wirt hatte dann sichtlich Mühe, alle entsprechend zu versorgen. Ein hübscher junger Tscheche und eine schöne junge Tschechin helfen ihm, den Überblick zu bewahren. Aber die Zeit bis zum Abendessen und auch danach war mit den anderen Gästen recht lustig. Dazu haben auch die Kühe beigetragen, die neugierig zur Terrasse gekommen sind.

Ein aufziehendes Gewitter zwang uns aber dann, in die bereits volle Gaststube hineinzugehen. Kartenspielend und plaudernd haben wir den Abend beendet und uns dann ins bereits volle Schlaflager begeben.
Am nächsten Morgen ging es wieder zurück ins Tal, aber nicht direkt, sondern mit Überquerung eines weiteren Gipfels. Die ersten zweieinhalb Stunden bis zum Gipfel (Hochtristen 2536 meter) trift man keinen einzigen Menschen. Auch oben ist eine Stunde ganz allein drin. Erst dann kamen von der anderen Seite etliche Leute, so dass es Zeit zum Abstieg wurde.
Drei tägige größere Bergtour bei der Kreuzeckgruppe. Dem diesjährigen Wetter entsprechend ist die Kreuzeckgruppe in Kärnten eine gute Entscheidung.





